"Lesebücher" zum Einstieg ins Thema
und zur Reflexion über den eigenen Umgang mit der Zeit
- Martin Lammerhuber
„ZeitT!raum ... die Zeit am roten Faden
Über 250 Texte und Gedanken, gespickt mit mehr als 50 Zeittipps für den Alltag.
ZeitT!raum … am roten Faden, 168 Seiten, Hardcover, 4 c Hochglanzdruck, Kral Verlag, ISBN 978-3-99024-033-5
Urlaubszeit ade! Was kommt nach der Auszeit? Was machen wir aus der Zeit? Wer hat Zeit?
Das neue Buch „ZeitT!raum … die Zeit am roten Faden“ möchte Impulse für die Zeit nach dem Urlaub liefern, denn in unserer
„Alles zeitgleich“-Gesellschaft ist die Sehnsucht vieler Menschen nach Eigenzeit, Auszeit und gelebter Lebenszeit stärker denn je
– nach der freien Zeit wieder die richtige Balance zwischen Arbeits- und Lebenszeit finden.
„Mit der Zeit am roten Faden möchte ich durch Kurztexte, Erlebnisse, lyrischen Wortspielereien einen Impuls zum persönlichen
Zeitgewinn geben. Kleine Zeithäppchen zum langsamen Zeitverkosten. Die Anregungen und Tipps sind zutiefst authentisch und spiegeln
mein persönliches Ringen nach mehr Zeit genauso wider, wie viele kleine Schritte zum persönlichen Zeitgenießen und -erleben“,
so Autor Martin Lammerhuber.
Der 44-jährige Marketingmanager schrieb in seinem Erstlingswerk seine Erfahrungen als intensiv-lustvoller Arbeitszeitnehmer,
Langzeit- und Teilzeitgetriebener und zeitloser Momentensammler nieder.
Der rote Faden (Grafik: Alexandra Höferl) begleitet das Buch und die Leserin/der Leser wird eingeladen, sich mit seinem Zeitgefühl
und einem persönlichen, neuen Zugang zu mehr Eigenzeit auseinanderzusetzen.
Vorankündigung:
- Olaf Georg Klein
Zeit als Lebenskunst
Gebunden mit Schutzumschlag. 192 Seiten
€ 17.90 / sFr 31.70 / € [A] 18.40
ISBN: 978 3 8031 3624 4
Erscheint im September 2007
Zeit als Lebenskunst
Wie kommt es, dass wir von uns ständig behaupten, wir hätten keine Zeit? Wie ist es um eine Gesellschaft
bestellt, die sich aus freien Stücken unter das Diktat der Uhr begeben hat und sich dennoch immerzu
beklagt über Zeitnot, Zeitdruck und Zeitmangel? Weshalb erliegen wir so oft dem Irrtum, Zeit sparen zu können,
indem wir möglichst viele Dinge schneller * und am besten auch noch gleichzeitig * erledigen?
Olaf Georg Klein gibt Antworten auf diese Fragen und arbeitet an einer Fülle von anschaulichen
Beispielen die historischen, philosophischen und ökonomischen Hintergründe heraus, die unser
Zeitverständnis bestimmen. Nicht zuletzt ist sein Buch aber auch ein Plädoyer für einen neuen,
anderen Umgang mit Zeit und skizziert, was echte »Zeitsouveränität« bedeuten würde und wie wir
sie erlangen können.
Olaf Georg Klein, geboren 1955 in Ost-Berlin, wo er lebt und arbeitet. Er ist Gründungsmitglied
der Deutschen Gesellschaft für Zeitpolitik, Mitglied des Vereins zur Verzögerung der Zeit und
Autor des Bestsellers Ihr könnt uns einfach nicht verstehen! Warum Ost- und Westdeutsche aneinander
vorbeireden (2001).
- Matthias A. Brüstle, Wolfgang G. Weber (Hrsg.)
Die Wiederentdeckung der Langsamkeit
Verlag: Innsbruck University Press, 2006;
S. 140, mit zahlreichen Abbildungen; Preis 15 EUR (zzgl. Versandspesen). Bezug über den Buchhandel, direkt bei tagung@vbw.li oder über den Verein zur Verzögerung der Zeit info@zeitverein.com
Tagungslogo: Nadolny, Sten (1987): Die Entdeckung der Langsamkeit. München: Piper. Mit freundlicher Genehmigung des Verlags.
Tagungsband zum gleichnamigen Symposion anlässlich des Tages der psychischen Gesundheit 2005, veranstaltet am 20.10.2005 vom Verein für Betreutes Wohnen in Liechtenstein (VBW) und dem Berufsverband der Psychologinnen und Psychologen Liechtensteins (BPL) in der Hochschule Liechtenstein, Vaduz.
Referenten unterschiedlichster (wissenschaftlicher) Provenienz haben zu diesem Symposion spannende Beiträge geliefert. Die Herausgeber selbst haben mit dem Thema in höchst unterschiedlicher Weise zu tun. Beide verbindet ein Thema:
„Zeitdruck, die Rastlosigkeit und das Kostenbewusstsein haben sich auch bei uns tief eingeprägt. Die Frage ist, inwieweit die „Behandlung“ von Menschen mit diesem Umstand verträglich ist.
Wir sind uns bewusst, dass wir uns damit einem fachlich mutigen, politisch-wirtschaftlich heiklen Thema annähern (müssen). Aber wir bekennen uns zu einem gemeinsamen Ziel: Wir setzen uns für die Erfüllung eines existentiellen Bedürfnisses des Menschen ein. Und Zeit ist ein existentielles Bedürfnis. Soviel Zeit muss sein.“
Inhalt:
Zur Wiederaneignung der verlorenen Zeit
Mag. Matthias Brüstle & Univ. Prof. Dr. Wolfgang G. Weber
Die Krise des Ziels
RA Erwin Heller, Präsident des Vereins zur Verzögerung der Zeit
Zeit ist Geld – Geld oder Leben? Zur Psychologie der sozialen Entfremdung
Univ.-Prof. Dr. Wolfgang G. Weber, Institut für Psychologie, Universität Innsbruck
Entschleunigung – Befreiung vom Hamsterrad
Dr. phil. habil. Fritz Reheis, Soziologe, Erfurt
Auf der Suche nach der Langsamkeit
Mag. Dr. Franz Köb, Wirtschaftspädagoge und ORF-Mitarbeiter; Dornbirn
Wenn du es eilig hast, gehe langsam
Dr. med. Mark Mäder, Leiter der REHAB Basel
Politische Stellungnahme: Sinn und Zeit
Dr. Marcus Büchel, Leiter des Amtes Für Soziale Dienste, Liechtenstein
Podiumsdiskussion mit allen Referenten
Aussichten Mag. Matthias Brüstle
- Franz Alt, Rosi Gollmann, Rupert Neudeck,
Eine bessere Welt ist möglich
Ein Marshallplan für Arbeit, Entwicklung und Freiheit,
320 Seiten, ISBN: 3-570-50069-1
€ 19,00 [D] / SFr 33,60
Riemann Verlag
Erscheinungstermin: September 2005
Brot oder Steine?
Der Aktionsplan von Franz Alt gegen die Armut
Immer weiter geht die Schere zwischen den Wohlhabenden und den Habenichtsen dieser Erde auseinander. Inzwischen ist die Dritte Welt mit ca. 2.000 Milliarden Euro gegenüber der Ersten Welt verschuldet und zahlt jährlich etwa neunmal so viel Schuldzins und Tilgung, wie sie Entwicklungshilfe erhält.
Aber nicht nur finanziell sind 80% der Weltbevölkerung arm dran. Ihre Bodenschätze werden im Norden verbraucht, dafür leiden die Länder des Südens überproportional an der durch die Industrieländer verursachten Klimaveränderung. Ausgehend von der internationalen Solidarität angesichts der Tsunami-Katastrophe fordern die Autoren einen Aktionsplan für die Dritte Welt * vergleichbar der Hilfe, die Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem Marshallplan zuteil wurde. Diese Forderung sollte nicht nur aus altruistischen Gründen gehört werden, sondern im wohl verstandenen Eigeninteresse; denn den Reichen kann es auf Dauer nur gut gehen, wenn es dem Armen besser geht. Deshalb fordern Alt, Gollmann und Neudeck insbesondere von den europäischen Ländern eine umfassende Reformbegleitung für die Dritte Welt. Dabei geht es nicht nur um Finanztransfers, sondern Hilfe zur Selbsthilfe ist das Maß wirkungsvoller Unterstützung. Beispielhaft dafür arbeitet Rosi Gollmann mit der Andheri-Hilfe, die über 400 höchst wirkungsvolle Projekte in Indien und Bangladesh ins Leben gerufen hat.
Drei engagierte Autoren berichten aus verschiedenen Blickwinkeln: Rupert Neudeck von seiner heroischen Hilfe an Katastrophenbrennpunkten; Rosi Gollmann von ihrer Basisarbeit auf dem indischen Subkontinent und Franz Alt vor dem Hintergrund seiner Vor-Ort-Recherchen zu zahlreichen Filmen über die Probleme der Armen. *Eine bessere Welt ist möglich" * der eindringliche Bericht zu Ursachen und Lösungsmöglichkeiten des Nord-Süd-Konflikts.
Die selbst gesteckten Ziele der Industrieländer zur Unterstützung der Dritten Welt sind bislang weit verfehlt worden. Die drei Autoren berichten von ihren Vor-Ort-Erfahrungen und von der katastrophalen Entwicklung, die zwei Drittel der Menschheit bedroht. Sie fordern einen Marshallplan zur Bekämpfung von Armut und Hunger.
- Jean-Carl Honoré, Slow Life,
München (Riemann) 2004, Hardcover 250 Seiten, ISBN: 3-570-50037-3
English Version: Jean-Carl Honoré, In Praise of Slowness, London (Orion) 2004, Hardcover, 320 Pages, ISBN: 0752856251
Stehen auch Sie ständig unter Termindruck? Müssen Sie Ihre Einkäufe unbedingt vor sechs Uhr erledigt haben, das Kind rechtzeitig vom Kindergarten abholen, auf die Minute pünktlich zur Arbeit erscheinen? Prägt der Wettlauf mit der Uhr Ihren Tag? Dann sind auch Sie zum Sklaven dessen geworden, was Carl Honoré die Kultur der Betriebsamkeit nennt.
Seit die Taschenuhr erfunden wurde, prägt sie unser Leben stärker als jede nachfolgende technologische Neuerung, Computer eingeschlossen. Aus einem Gut, das jedem in ausreichenden Mengen zur Verfügung stand, ist eine knappe Ressource geworden. Carl Honoré geht den Marksteinen der Knechtschaft nach. Von der Sonnenuhr bis zur Stoppuhr hat unser Verhältnis zur Zeit sich gewandelt. Doch erst die permanente Erreichbarkeit in unserer Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft hat die persönliche Zeit jedes Einzelnen zunichte gemacht. Die Zeit hat ihre Qualität verloren. Wir zahlen unsere Rechnungen am Samstag, gehen sonntags einkaufen und essen Lebkuchen im Oktober.
Der Autor, der auch Mitglied des Vereins zur Verzögerung der Zeit ist, sucht an den verschiedensten Orten nach Möglichkeiten der Entschleunigung. In Meditationszentren schildert er uns seine ersten Erfahrungen mit der Achtsamkeit. In Fitness-Studios geht er neuen Methoden nach, den Körper durch bewusst langsame Bewegung zu trainieren. In einem der Arbeit gewidmeten Kapitel beschreibt er die Erfahrungen der Franzosen mit der neuen 35-Stunden-Arbeitswoche. Und wo anders als in Italien könnte eine neue Esskultur Wurzeln schlagen? Doch nicht nur die Kunst des Essens ist in Italien beheimatet. Italien ist auch die Wiege der Stadtkultur. Und so gibt es dort auch eine Bewegung zur Entschleunigung des Lebens in den Städten: Honoré stellt uns Città Slow vor, die mehr Lebensqualität in der Stadt zum Programm gemacht hat, und besucht eine der ersten Städte, die dieses Programm konsequent befolgt: die Stadt Bra im Piemont.
Carl Honoré interviewt Menschen, die zum Beispiel durch Reiki-Behandlungen geheilt wurden, und erläutert, in welchen Fällen die »langsame Medizin« bessere Resultate erzielt als die Beeper-Kultur westlicher Krankenhäuser. Er nimmt an einem Tantra-Workshop teil und stellt uns den Musiker Uwe Kliemt vor, der glaubt, die klassische Musik würde heute viel zu schnell gespielt.
Die Kultur der Eigenzeit, in der „jegliches seine Stunde hat“, wird in all ihren modernen Spielarten vorgestellt, aus denen der Leser sich seinen persönlichen Cocktail zusammenstellen kann. ...
- Michel Beariswyl, Chillout - Wege in eine neue Zeitkultur,
dtv premium, München 2000, ISBN 3-423-24208-6
Dass es durchaus Maßstäbe für angemessene Geschwindigkeiten und verträgliche Beschleunigungsprozesse gibt, ist die ebenso optimistische wie konstruktive Botschaft des Sozialpsychologen und Kulturphilosophen Michel Baeriswyl. In seiner u.a. durch die Tutzinger
Zeitakademie inspirierten Untersuchung "Chillout - Wege in eine
neue Zeitkultur" diagnostiziert er zwei Melodien, eine vorherrschende
Beschleunigungs- und eine leisere Entschleunigungsmelodie, die aber
beide in einen einzigen mächtigen Chor eingebunden sind. Dessen
Hymne ist die Herrschaft über die Zeit. Dirigiert wird dieser Chor
durch die "unheilige Allianz von Aufklärung, Technik und Ökonomie",
die letztlich ein Produkt der raum-zeitlichen Verdichtung von Verhältnissen
und Beziehungen ist, wie sie sich im Laufe des Zivilisationsprozesses
herausgebildet hat. Baeriswyl möchte die Aufklärung aufklären,
indem er an die Stelle des Versuchs der Kontrolle der Zeit und des Ideals
der Emanzipation des Menschen von der Zeit die Wiedereinbettung des
Menschen in die Zeit der äußeren und inneren Natur des Menschen
fordert. Da die Neugestaltung des Verhältnisses zwischen naturalen
und kulturalen Zeiten den Einzelnen aber zum großen Teil überfordert,
kann dies nur als politische Aufgabe begriffen werden. Dabei spielen
u.a. Räume des Ausruhens und Innehaltens, gewissermaßen Zeitinseln,
eine zentrale Rolle. Daher auch der etwas merkwürdige Titel: "Chillout" kommt vom Englischen "to chill" für abkühlen, ein
Vorgang, wie er z.B. nach einem Rave oder einem Drogentrip notwendig
wird. Bezogen auf das Leben in der Hochgeschwindigkeits- und Nonstop-Gesellschaft:
"Erst das Aufatmen ermöglicht es, Distanz zu scheinbar unumgänglichen
Handlungen zu gewinnen. Und erst diese Distanz erlaubt den schonungslosen
Blick auf die Absurdität des alltäglichen Tuns."
- Zeitschrift Gruppendynamik und Organisationsberatung Zeitbedarf
und Zeitgestaltung in Sozialen Systemen
Verlag Leske + Budrich, Leverkusen 2001 ISSN 0046-6514
Die Art und Weise wie wir Zeit erleben, wird von
sozialen Prozessen bestimmt, die in gewissen Sinne Zeit erschaffen und
umgekehrt bestimmt diese Zeit wieder soziale Prozesse. Die Autoren versuchen
dieses aufeinander Bezogensein einer näheren Betrachtung zu unterziehen
und das Thema von mehreren Seiten her in Angriff zu nehmen.
Zu den Autoren gehören u.a.
Peter Heintel: Die Zeit von Sozialzeiten
Christian Lackner: Zeitfaktoren bei interkultureller Kommunikation in
Gruppen
Karin Lackner: Die neue Kurzfristigkeit - Sportgruppen als Zweckgemeinschafft
Gerhard Schwarz: Pole pole Watamu - Langsam langsam weißer Mann!
Ruth Simsa: Zeit in Organisationen - Eine kurze Bestandsaufnahme
Bernd Wittschier: Zeit und Mediation
- Peter Heintel, Innehalten - Gegen die Beschleunigung- für
eine andere Zeitkultur, Herder-Verlag, Freiburg 1999 ISBN 3-451-04679-2
In der Wirtschaft ist Beschleunigung zum Prinzip
erhoben worden. Wir reißen uns die Beine aus, um schneller ans
Ziel zu kommen. Doch mit dem Zeitdruck, mit Hetze und Stress mehren
sich die Fehler. Die Last der Hast macht krank.
Zeit für das Wesentliche
ist wichtig. Auch Zeit, darüber nachzudenken, was wirklich not
tut. Zeit qualitativ gestalten, einen eigenen Rhythmus gewinnen, Innehalten,
Geduld, Bedächtigkeit - das sind Tugenden der Zukunft.
Peter Heintel
plädiert für ein Innehalten, das zum kreativen Raum wird,
mit Muße für das eigentlich Wichtige: Zu uns finden!
Der
Autor ist Philosophieprofessor, Organisationsberater und Gründer
des VEREINS ZUR VERZÖGERUNG DER ZEIT. Wer die Logik und die Klarheit
von Gedanken liebt, findet hier seine Begründungen für ein
entschleunigtes Leben.
- Karlheinz A.Geißler, "Zeit - Verweile doch, du bist so schön!",
Beltz-Verlag, Weinheim-Basel 1996 ISBN 3-88679-822-4
Das Warten, Trödeln und Abschalten steht im
Mittelpunkt des Buches, in dem der Blick gelenkt wird auf Zeitformen,
die der alltäglichen Hast entgegengesetzt sind. Ein unterhaltsames
Buch, das einen guten ersten Überblick vermittelt über die
vielen Bereiche, in denen Zeit ein wesentlicher Faktor ist. Beobachtungen,
Geschichtliches, Alltagseindrücke, Philosophisches und ganz einfache
Geschichten finden sich in diesem Buch.
Ein literarisch-philosophischer
Streifzug durch die Zeit - für eine menschlichere Zeitkultur.
- Rudolf Walter, Laß dir Zeit - Entdeckungen durch Langsamkeit
und Ruhe
Herder-Verlag, Freiburg 1997 ISBN 3-451-05006-4

Geschichten, Gedichte und Zitate zu einem Umgang
mit der Zeit, bei dem sich der Mensch dem Flüchtigen widersetzt
und Wege zum Wesentlichen sucht.
Ein flüssig zu lesendes Buch zum
Einstieg in das Thema und die vielen interdisziplinären Bezüge.

Zu den Zeittheorien
- Martin Spaeth
Gewonnene Zeit - verlorenes Heil?
Zum christlich verantworteten Umgang mit der Zeit im Zeitalter der Beschleunigung
Verlag : LIT, 360 S., 1. Aufl. 07.2007
24,90 Eur[D] / 25,60 Eur[A] / 38,60 CHF UVP
ISBN : 978-3-8258-0246-2
Die Beschleunigung in der Spätmoderne hat ein Tempo erreicht, aufgrund dessen viele Menschen nach Entschleunigung
verlangen; sie leiden unter dem hohen Tempo des individuellen und gesellschaftlichen Lebens und haben das Gefühl,
von einer Flut an Veränderungen überrollt zu werden.
Die vorliegende Studie deutet die moderne Beschleunigung u.a. als Versuch des säkularen Menschen,
Heil und Glück durch möglichst effektive Ausnützung seiner Lebenszeit zu gewinnen. Sie geht der
Frage nach dem Verhältnis von göttlicher Gnade und menschlichem Heil nach und entwickelt aufgrund
dessen theologisch-ethische Kriterien für einen verantworteten Umgang mit der Zeit im Zeitalter der
Beschleunigung
- Christoph Mandl, Kuno Sohn (Hrsg.)
Aufgabe Zukunft
Versäumen, planen, ermöglichen ...
Broschiert, 296 Seiten, Verlag Versus 2006
EURO 29,80
ISBN: 3039090453
Das Thema Zukunft ist in den letzten Jahren immer mehr in den Vordergrund gerückt, überall Zukunft, wohin man schaut, es häufen sich Tagungen und Publikationen zu diesem Thema, aber wo ist die Freude auf das, was kommen mag, geblieben? Früher, als wir noch jung waren, da schien die Zukunft voller Hoffnung, oder um es mit Karl Valentin zu sagen: „Die Zukunft war früher auch besser.“ Es scheint, als stünde die Welt unseren Kindern nicht mehr so offen, obwohl wir ökonomisch reicher werden. Machen wir etwas falsch?
Ist diese Entwicklung nur Einbildung, oder reden wir das Schlechte herbei und werden dabei immer ängstlicher? Die Themen, die unsere Zukunft entscheidend bestimmen, sind alle grundsätzlich global. Wir gehören unentrinnbar einem Netz von Gegenseitigkeit an – sei es das Ökosystem, der freie Austausch von Waren, Dienstleistungen, Informationen, Ideen, Menschen und Kapital – und einem System von Frieden und Sicherheit. Diese Verbundenheit oder Schicksalsgemeinschaft besteht nicht nur zwischen uns Menschen, sondern auch zwischen uns und den von uns geschaffenen Organisationen. Könnte es sein, dass der Wunsch in Organisationen, verlässlich, sicher und mit hoher Qualität zu operieren und deshalb alles unter Kontrolle zu haben, einen fundamentalen inneren Widerspruch zu allem Neuen darstellt? Sollen unsere Organisationen die Probleme von morgen verhindern oder die heutigen Sehnsüchte der Menschen erfüllen?
Das Buch ist kein Buch über strategisches Management und auch kein Anleitungsbuch zur Bewältigung von Zukunftsängsten. Anstoß war das Forschungsprojekt Organisationen von der Zukunft her führen (siehe auch
www.metalogikon.com/forschung/index(html), das den Wusch hervorbrachte, Fragen zur Zukunft nicht nur mit Führungspersonen sondern auch mit andere Menschen, anderen Zukunftsgestalter/innen weiterzudenken. Im Januar 2005 fand die Metalog-Konferenz „Aufgabe Zukunft: Versäumen, planen, ermöglichen ...“ statt.
Das Buch ist aus dem Prozess dieser Metalog-Konferenz entstanden, und in vielen Beiträgen des Buches ist auch zu spüren, dass es eine sehr bewegende Konferenz gewesen sein muss.
Zeitverzögerer/innen wird die Arbeitsmethode der Metalog-Konferenz nicht ganz neu sein – Methoden Dialog und Open Space – und wer diese Arbeitsweise noch nicht kennt, dem sei gleich der erste Beitrag „Von Spielregeln und Spielräumen“ als Pflichtlektüre empfohlen.
Sechs große Themenkreise werden auf 296 Seiten aus unterschiedlichster Perspektive betrachtet und zeigen, wie die Offenheit der Zukunft genutzt werden kann, um die „Aufgabe Zukunft“ verantwortlich und aktiv anzugehen.
Erfahrungen mit gelungenen Zukünften
Wie wir mit Zukunft umgehen
Die Entstehung des Neuen
Zukunftsgestaltung in Organisationen
Methoden der Zukunftsgestaltung
Zukunft und Zeitgeist
- Hartmut Rosa, Beschleunigung.
Die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2005, kartoniert, 538 Seiten, EUR 17,00, ISBN 3518293605
Das Buch unternimmt erstmals den Versuch, die sich potenzierende Dynamisierung gesellschaftlicher Verhältnisse, wie sie in der jüngsten politischen und digitalen Beschleunigungswelle etwa unter dem Stichwort "Globalisierung" firmiert, systematisch zu erfassen und sie in ihren kulturellen und strukturellen Ursachen ebenso wie in ihren Auswirkungen auf die individuelle und kollektive Lebensführung zu analysieren. Entwickelt wird dabei die These, dass die zunächst befreiende und befähigende Wirkung der modernen sozialen Beschleunigung, die mit den technischen Geschwindigkeitssteigerungen des Transports, der Kommunikation oder der Produktion zusammenhängt, in der Spätmoderne in ihr Gegenteil umzuschlagen droht. Individuell wie kollektiv verändert sich die Erfahrung von Zeit und Geschichte: An die Stelle einer gerichteten Vorwärtsbewegung tritt die Wahrnehmung einer gleichsam bewegungslosen und in sich erstarrten Steigerungsspirale.
- Marianne Gronemeyer,
Die Macht der Bedürfnisse
Überfluss und Knappheit
Primus Verlag 2002, 222 Seiten, kartoniert, Euro 14,90, ISBN 3-89678-448-X
Wer sich mit den menschlichen Bedürfnissen beschäftigt, sieht sich in lauter Widersprüchen verwickelt: Wir glauben, die Welt werde nach unseren Bedürfnissen eingerichtet, tatsächlich richten sich unsere Bedürfnisse nach der Welt. Wir sind überzeugt, dass wir Macht über unsere Bedürfnisse haben, in Wahrheit sind die Bedürfnisse das Einfallstor der Macht, der wir unterworfen sind. Wir halten die Bedürfnisse für den Ausdruck unseres ureigensten Wollens, aber sie sind ein Verhängnis, das über uns kommt. Wir leben in einer Überflussgesellschaft, aber: Je größer der Überfluss, desto bedürftiger die Menschen.
„Der seiner Daseinsmächtigkeit beraubte Mensch ist auch seiner Zeitautonomie beraubt. Gelebte Zeit zerfällt in Beschleunigung und Zeitvertreib. Noch dazu ist beides passivisch: Man wird beschleunigt und die Zeit wird einem vertrieben.
Auch das Zeitbedürfnis kehrt zuletzt seine Absichten gegen sich selbst. Beschleunigung ist in Wahrheit Zeit raubend. Sie schafft beileibe keine freie Zeit, sondern führt zur planenden Durchstöberung noch des letzten unverwalteten Augenblicks und überführt ihn in die alles verschlingende, tickende Zeit. Wie viel Zeit bleibt übrig, die nicht gemessen und von der Uhr beherrscht wird? Wie viel Zeit bleibt uns, wenn wir unsere Pflichten als Produzenten, Konsumenten, Patienten, Klienten, Aus- und Fortzubildende, Erholungssuchende, Pendler und Bürokraten unserer 'privaten' Existenz absolviert haben? Je schneller die Umdrehungen des Lebens werden, desto mehr Zeit wird für die Erfüllung dieser Pflichten eingesetzt werden müssen; alles im Dienst der maximalen Ausschöpfung der Lebensmöglichkeiten, ein gleichwohl vergeblicher Wettlauf mit der verrinnenden Zeit.“
Marianne Gronemeyer setzt sich in diesem Buch kritisch mit den ‘Grundbedürfnissen’ des modernen Menschen auseinander und kommt zu einem ernüchternden Fazit: „Was den Konsumzwang so verderblich macht und den (falschen) Bedürfnissen ihre teuflische Macht verleiht, ist nicht nur der Umstand, dass Menschen über Gebühr mit Unnützem und Überflüssigem in Betrieb gehalten werden; sondern, dass sie dafür ihre Seele verkaufen. Die 'falschen' Bedürfnisse werden nicht nur angedreht, um die Produktionsmaschinerie auf Hochtouren zu halten, sondern um die 'wahren' Bedürfnisse auszurotten. Das kaum mehr hinterfragte Streben nach Zeit, Sicherheit, Anerkennung und Bequemlichkeit ist weder natürlich noch selbst gewählt. Es wurde in den Köpfen der Menschen installiert, um ein Machtverhältnis zu schaffen – einer Macht von Produzenten über die Konsumenten. Denn eines ist gerade an diesen Bedürfnissen so lohnenswert: Sie sind unersättlich, in ihrem Verlangen nach immer mehr Waren und Dienstleistungen unbegrenzt und halten so die Produktionsmaschinerie unbefristet in Gang.
Das Buch ist eine fundamentale Kritik am Konsumismus und den Werbestrategien.
- Hartmut Rosa, fast forward,
Erhältlich im Buchhandel oder bei der edition Körber-Stiftung www.stiftung.koerber.de
ISBN 3-89684-121-1, S. 216, Preis 12 €
Neue Technologien machen unsere Arbeit schneller und effektiver, die Kommunikationsmedien scheinen sich fast täglich zu revolutionieren, riesige Boings bringen uns heute innerhalb weniger Stunden zu entfernten Kontinenten: Wir leben im Zeitalter der Beschleunigung, in dem vieles immer schneller erledigt werden kann – und doch klagen wir alle über chronischen Zeitmangel. Die Geschichte der Moderne ist eine Geschichte der Beschleunigung – allerdings eine voller Widersprüche und Paradoxien. Wenn sich die meisten Dinge heute schneller erledigen lassen, sollten wir dann nicht mehr Zeit für Muße und Entspannung haben? Warum haben wir trotzdem unablässig das Gefühl des Getriebenseins? Wie solche Befindlichkeiten zustande kommen und welchen gesellschaftlichen und kulturellen Faktoren sie abhängen, wird unter dem Titel „fast forward“ diskutiert. Einen wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung tragen die Medien, denen deshalb ein besonderes Augenmerk gilt. Ihre Rolle wir von zwei Seiten kritisch beleuchtet - in theoretischer ebenso wie in künstlerischer Perspektive. Medientheorie und empirische Zeitforschung werden in diesem Band zum Ausgangspunkt für einen aufgeklärten Umgang mit der Beschleunigung unserer Lebenswelt.
Die Essays der jungen Wissenschaftler sind kenntnisreich und überzeugen mit erhellenden Thesen. Sie verführen, sich dem Thema auf ebenso unkonventionelle wie unterhaltsame Weise zu nähern.
Über den Autor
Hartmut Rosa ist promovierter wissenschaftlicher Assistent am Institut für Soziologie der Universität Jena und Affiliated Professor an der New School University in New York. Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Politische Wissenschaften der Universität Mannheim und Feodor-Lynen- Stipendiat der Alexander von Humboldt Stiftung. Einer seiner Arbeitsschwerpunkte ist neben neuerer Sozialphilosophie die Zeitsoziologie.
Das Buch ist im Rahmen der 4. Ausschreibung des Deutschen Studienpreises zum Thema „Tempo! Die beschleunigte Welt“ entstanden (siehe Zeitpresse Sommer 2003) und versammelt Beiträge von Preisträgerinnen und Preisträgern des Wettbewerbs sowie Texte von den Juroren Matthias Bickenbach, Karlheinz Geißler und Kay Kirchmann.
- Ronald Wright,
Eine kurze Geschichte des Fortschritts
Originaltitel: A Short History of Progress.
Übersetzt von Monika Niehaus-Osterloh.
Rowohlt, Reinbek 2006, gebunden, 208 Seiten, Euro 17,40, ISBN 3498073567
Wieso wird der Mensch zum „Zukunftsfresser“ (Tim Flannery), der seine Lebensgrundlagen blindwütig zerstört? Dieser Frage ging Wright 2004 in den Massey Lectures, einer renommierten Vortragsreihe der University of Toronto, nach, die die Grundlage seines neuen Buches bilden.
Selbst im Verhältnis zur Geschichte seiner eigenen Existenz auf Erden ist die Geschichte des menschlichen Fortschritts kurz. Und sie könnte schon bald zu Ende sein. Wie gingen Aufstieg und Fall bedeutender Zivilisationen vor sich, was können, ja müssen wir daraus lernen? Ronald Wright gibt in seinem ebenso kurzweiligen wie nachdenklichen Durchgang durch unsere Gattungsgeschichte Antworten auf diese Fragen und verdient mit seinem Werk mehr Beachtung, als ihm bis dato zugestanden wurde.
„Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich die Weltbevölkerung vervierfacht, und ihre Wirtschaft – ein grobes Maß für die Belastung, die der Mensch der Natur aufbürdet – hat sich mehr als vervierzigfacht. Wir haben ein Stadium erreicht, wo wir das Experiment unter rationale Kontrolle bringen und vor gegenwärtigen und potenziellen zukünftigen Gefahren bewahren müssen. Es liegt ganz an uns. Wenn wir versagen – wenn wir die Biosphäre in die Luft jagen oder derart zerstören, dass sie uns nicht länger erhalten kann –, wird die Natur nur mit den Schultern zucken und zu dem Schluss kommen, den Affen das Labor zu überlassen habe eine Weile lang zwar Spaß gemacht, sei letzten Endes aber wohl doch keine gute Idee gewesen. Der große Vorteil, den wir haben, unsere beste Chance, ist unser Wissen um die vergangenen Gesellschaften. Wir können sehen, wie und warum sie gescheitert sind. Homo sapiens hat die Informationen, sich selbst als das zu erkennen, was er ist: ein eiszeitlicher Jäger, stehen geblieben auf halbem Weg zur Intelligenz, gescheit, aber nur selten weise.“ (Ronald Wright )
- Fritz Reheis,
Entschleunigung - Abschied vom Turbokapitalismus
Riemann, München 2003, ISBN 3-570-50049-7

Es gibt sie doch noch, die kritischen Analysen mit alternativen Handlungsvorschlägen im Gepäck.
Fritz Reheis bietet in seinem neuen Buch Denkanstöße, das herrschende Beschleunigungs- und Produktionssystem zu hinterfragen und lässt den Leser aber zugleich nicht "im Regen" stehen, sondern offeriert auch Angebote des praktischen Herauskommens aus den "Beschleunigungsfallen" und dem letztlich zerstörerischen Rausch der Geschwindigkeit.
- Franz Josef Radermacher,
Balance oder Zerstörung.
Ökosoziale Marktwirtschaft als Schlüssel zu einer weltweiten nachhaltigen Entwicklung.
Ökosoziales Forum Europa, Wien 2002, ISBN 3-7040-1950-X
Neben einer Analyse der gegenwärtigen schwierigen weltpolitischen Konstellation stellt der Autor ein in sich schlüssiges Konzept für eine globale nachhaltige Entwicklung vor, das der Politik sinnvolle Wege zum Handeln weist.
Damit erteilt Radermacher dem stellenweise marktschreierisch vorgetragenen Modell deregulierter Märkte ("Turbokapitalismus") eine deutliche Absage. Radermacher verweist auch auf die Vorteilhaftigkeit eines engen Zeitrahmens zur Umsetzung seines Konzepts mit den sozialpolitisch wesentlichen Veränderungen. Am Beispiel der früheren Sowjetunion, Osteuropa oder der deutsche Wiedervereinigung sieht man, dass dann, wenn der richtige Druck da ist, sehr viel erreicht werden kann.
- Günther Vedder,
Zeitnutzung und Zeitknappheit im mittleren Management
Rainer Hampp Verlag, München und Mering 2001,
ISBN 3-87988-597-4
Wie gehen Managerinnen und Manager wirklich mit
ihrer Zeit um?
Dieser Frage geht das Buch auf der Grundlage von 35 Fallstudien aus
einem großen Industrieunternehmen nach. Es wird herausgearbeitet,
welche positiven bzw. negativen Folgen aus dem Zeitdruck in Unternehmen resultieren und wie die mittleren Führungskräfte besser mit den Konsequenzen fertig werden können. Der empirische Teil der Arbeit basiert auf interessanten Ausführungen zur Entwicklung der kapitalistischen Zeitkultur, zur Entstehung von Zeitknappheit, Zeitallokationstheorie,
zu systemischen Zeitanalysen und zu den allgemeine Arbeitsbedingungen
von Führungskräften.
Das Buch richtet sich an ZeitforscherInnen, Studierende der Wirtschafts-
und Sozialwissenschaften, Management-Berater, Führungskräfte
und vor allem an neugierige Menschen, die immer schon wissen wollten,
unter welchen (zeitlichen) Rahmenbedingungen die Entscheidungsträger
in den Unternehmen ihre Entscheidungen fällen.
- Fritz Reheis, Die Kreativität der Langsamkeit - Neuer Wohlstand
durch Entschleunigung, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt
1996 ISBN 3-534-80191-1
Der Autor diagnostiziert zunächst den heutigen
Zustand der Menschen, der Gesellschaft und der Natur, untersucht die
Beschleunigungsmechanismen und entwirft Konzepte für die Entschleunigung.
Eine gründliche Analyse unserer heutigen Beschleunigungsgesellschaft.
- Friedrich Cramer, Der Zeitbaum
Grundlegung einer allgemeinen Zeittheorie,
Insel-Verlag Frankfurt 1996 ISBN 3-458-33549-8

Wissenschaftlich ausgerichtetes Buch, in dem versucht
wird, die aktuellen Erkenntnisse aus Physik, Biologie, Chaostheorie
und Kosmologie darzustellen.
Ein Buch für denjenigen, der sich
systematisch strukturiert dem Thema nähern will.
- Julius T.Fraser, Zeit - Auf den Spuren eines vertrauten Phänomens,
DTV München 1991 ISBN 3-423-30023-X
Allgemeinverständlicher Überblick über
die begrifflichen Verzweigungen, die Zeitauffassungen in den Religionen,
die Geschichte der Zeitmessung, die Rolle der Zeit in der Physik usw.
Enthält eine umfangreiche Literaturliste, vor allem über den
englischsprachigen Raum. Ein geeignetes Nachschlagewerk , das auf 450
Seiten eine gründliche Einstimmung ins Thema bietet.
- Robert Levine, Eine Landkarte der Zeit - Wie Kulturen mit Zeit
umgehen,
Piper-Verlag München 1997 ISBN 3-492-03979-0
Der Autor legt das Ergebnis seiner Studien in verschiedenen
Kulturen der Erde vor, bei denen er u.a. das Lebenstempo in verschiedenen
Ländern oder auch in verschiedenen amerikanischen Städten
untersucht hat. Er schlussfolgert, dass das Zeitgefühl eines Kulturkreises
tiefe Konsequenzen für das psychologische, physische und emotionale
Wohl eines Individuums hat. Dieses Buch zeigt auf, dass unsere Auffassung
von ZEIT nur eine von vielen möglichen ist und fordert auf, die
"verinnerlichten Geschwindigkeitsnormen" (Nadolny) zu überprüfen.
- Helga Egner (Hrsg.), Zeit haben - Konzentration in der Beschleunigung,
Walter-Verlag, Zürich-Düsseldorf, 1998 ISBN 3-530-40041-6

Fachleute aus den Bereichen Psychologie, Literatur,
Theologie, Molekularbiologie, Anthropologie und Gesellschaftswissenschaften
stellen in diesem Buch ihre Konzepte von "Zeit" vor und untersuchen
ihre praktische Bedeutung für das Leben des Menschen. Die Beiträge
sind Vorträge, gehalten auf der Jahrestagung 1997 der Int. Gesellschaft
für Tiefenpsychologie. Ein hervorragender interdisziplinärer
Überblick über Sichtweisen von Zeit, ganz besonders für
psychologisch interessierte Leserinnen und Leser.
- Wilhelm Richard Baier und Franz Manfred Wuketits (Hrsg.), Zeit
Zauber,
dbv-Verlag für die Technische Universität, Graz 2001, ISBN
3-7041-0281-4
Die Herausgeber hat der vor allem medialen Wirbel
um die Jahrtausendwende bewogen, im Herbst 1999 eine Vortragsreihe zum
Thema "Zeit" ins Auge zu fassen. Dabei sollte das Phänomen
Zeit aus den verschiedensten Blickwinkeln multidisziplinär durchleuchtet
und gezeigt werden, wie vielschichtig der Begriff im Alltag gebraucht
wird. Objektive Zeit, subjektive Zeit, Raumzeit, Eigenzeit, Lebenszeit,
Zeitkultur, Be- und Entschleunigung, Zeitmanagement sind nur einige
Beispiele, die im Rahmen dieser Vortragsreihe von den verschiedensten
Referenten unter den Aspekten der Philosophie, Psychologie, Physik,
Systemtheorie, Biologie und insbesondere auch der Evolutionstheorie
beleuchtet wurden. Der große Erfolg hat die Initiatoren veranlasst,
die Beiträge auch in schriftlicher Form zu veröffentlichen
und so erschien, dank des Engagements des dbv-Verlages, dieser äußerst
lesenswerte Protokollband.

Kinder- und Jugendbücher, auch für Erwachsene
- Franz Huainigg, Fred hat Zeit,
Verlag St. Gabriel Möllnig-Wien 96 ISBN 3-85264-413-1
Ein in allem sehr langsamer Junge, der schon fast
als behindert gilt, wird gerade durch seine andere Art zum Familientherapeuten,
und weiß selbst noch nicht einmal, was das ist.
Ein Buch für alle Erwachsenen, die sich mit "zu langsamen"
Kindern herumplagen.
- Michael Ende, Momo, Thienemanns-Verlag
Stuttgart 1973 ISBN 3-423-10958-0
Eine gespenstische Gesellschaft "grauer Herren"
veranlasst immer mehr Menschen, Zeit zu sparen, um aus den so gehorteten
Stunden ihre Macht zu ziehen. Kurz bevor die Zeit-Agenten endgültig
die Macht über die Welt ergreifen, erreicht das kleine Mädchen
Momo durch dramatische Einsätze, daß ihr "altes"
Zeitverständnis und -erleben erhalten bleibt.
Ein unbedingtes "Muss" für jedes Kind, und jeden Erwachsenen,
der noch offen ist für die Symbolik der Märchen.
- Antoine de Saint-Exupery, Der kleine Prinz, Karl Rauch-Verlag
Düsseldorf 1989
Die Weisheit des kleinen Prinzen wird nicht zuletzt
offenbar in seiner Souveränität gegenüber der Zeit. Ein
kleines Büchlein voller ZEIT-Weisheiten.

Romane / Essays
- Von der Lust am Zerstören und dem Glück der Wiederholung,
Ritter Verlag,
ISBN 3-85415-334-1, 2003
„Lust will Ewigkeit“, sagt Nietzsche, und spricht damit aus, wovon wir alle träumen.
Wenn wir glücklich sind, wollen wir, dass es immer so bleibt. Glückserlebnisse versetzen uns in eine andere Zeit, in eine anderen Raum, in dem nichts mehr fehlt und so etwas wie Vollendung spüren lässt. Vollendung steht immer am Ende, in dem sich die Zeit erfüllt hat. Ein Ende, das als solches kein Nachher kennt. Unser Leben ist aber dem Vergehen ausgeliefert, auch Glück vergeht, nur der Tod kann Vergehen endgültig ausschließen. In ihm vergeht nichts mehr, weil alles vergangen ist. Viel besser als das Glück, glauben wir das Unglück zu kennen, aber unglückliche Zustände verlangen nicht nach Ewigkeit, sie sollen möglichst rasch vergehen. Müssen wir, um glücklich zu sein, immer wieder neu anfangen können, immer wieder unser altes Glück zerstören?
Zerstören und Wiederholen – sind dies überhaupt korrespondierende Begriffe? Wenn ja, wie hängen Sie zusammen? Zerstören wir etwas, um etwas wiederholen zu können oder ist die Zerstörung selbst mitunter ein Akt der Wiederholung? Dass Neues nur entstehen kann, wenn Altes verschwindet, versteht sich von selbst in einer endlichen Welt. Die Lust an der Zerstörung ist auch eine Vorlust auf das, was danach mit dem Ort der Leere gemacht werden kann. Aber ist nicht jede Form der Errichtung von etwas Neuem in gewissem Sinne auch ein Widerholung dessen, was vorher war?
Das Glück in Wiederholungen zu suchen, führt zu vielfältiger Enttäuschung und dementsprechenden Reaktionen. Dennoch muss es etwas geben, das uns immer wieder an Wiederholungen glauben lässt und sie attraktiv macht.
Gibt es sie: Die Lust an der Zerstörung und das Glück an der wiederholten Zerstörung?
Der neue Band zur Symposiumsreihe Kunst und Öffentlichkeit mit Beiträgen von:
Gerald Bast: Die Welt hat sich verändert – und doch bleibt sie gleich
Konrad P. Liessmann: Das zweite Mal – Glück und Elend der Wiederholung
Anton Pelinka: Die Geschichte wiederholt sich – wiederholt sich die Geschichte?
Peter Heintel :Wiederholtes Glück – zerstörte Lust? Lust will Ewigkeit – Unglück rasches vergehen
Susanne Regener: Das Phänomen Serienkiller und die Kultur der Wunde
Thomas Wulffen: Zerstörte Wiederholung – Nichtlineares Glück und chaotische Lust
Peter Gorsen: Ästhetik der Gewalt – Medienanalytische Reaktion auf den 11. September
Peter Putz: Das Ewige Archiv –Beweisaufnahme für das jüngste Gericht
Susanne Düchting: Zack! bumm! peng! – Kunst hochexplosiv
Thomas Zaunschirm: Gerhard Richters RAF Zyklus
Peter Weibel: Scopophilia - massenmediale Lust
- Terry Pratchett, Der Zeitdieb,
Goldmann Verlag, 378 Seiten, ISBN 3-442-54528-5, 2002
Auf der Scheibenwelt wird die Ressource Zeit von den Geschichtsmönchen verwaltet, sie speichern die Zeit und pumpen sie von Orten, wo sie vergeudet wird (z.B. unter Wasser, wie viel Zeit braucht schon ein Fisch?), zu anderen Orten, wie Städte, wo es nie genug davon gibt.
Doch nun droht den Bewohnern der Scheibenwelt ihr letztes Stündlein zu schlagen: Die Revisoren der Realität, die jedes Chaos unerbittlich verfolgen, lassen eine gläserne Uhr bauen, mit deren Hilfe sie die Zeit für immer anhalten wollen. Das Universum soll eine endgültige Ordnung erhalten. Als die Geschichtsmönche, die Verwalter der Zeit-Ressourcen, von der drohenden Gefahr erfahren, entsenden sie den 900 Jahre alten Lu-Tze und seinen Gehilfen Lobsang nach Ankh-Morpork, um das Universum zu retten. Doch die beiden, mit einem gewissen Vorrat an gespeicherter Zeit ausgestatteten Retter, treffen zu spät in Ankh-Morpork ein. Hilflos müssen sie mit ansehen, wie die Uhr mittels eines Blitzschlags aktiviert wird. Schon nach einem einzigen Ticken steht die Zeit still, und das Leben auf der Scheibenwelt erstarrt – bis auf die Revisoren der Realität und die Reiter der Apokalypse, die sich, angeführt von Tod, widerwillig auf ihren Weg machen. Aber auch Lu-Tze und Lobsang zehren von ihrem Zeit-Vorrat und versuchen unverdrossen, das Rennen gegen die Zeit doch noch zu gewinnen: Dazu müssen sie das Rad der Geschichte zurückdrehen ...
Mit diesem Werk hat Terry Pratchett wieder einmal bewiesen, wie gute und bissige Satire in einem Fanatsy-Roman verpackt auf den Leser wirken kann. Nicht nur unterhaltsam, vielmehr zum Nachdenken animierend und immer mit einem philosophischen Fingerzeig auf unsere Gesellschaft bezogen. Pratchett zieht auch diesmal alle Register, um seine Sorge um die Menschheit zum Lesevergnügen werden zu lassen, er macht aus der Welt, die er beschreibt, keine todernste Angelegenheit und vielleicht beschleunigt Prachett die Zeit bis zum Erscheinen seines nächsten Buches – seine Fans wären dafür.
- Sten Nadolny, Die Entdeckung der Langsamkeit,
Piper-Verlag München-Zürich 1983 ISBN 3-492-10700-1
Der Seefahrer John Franklin, langsam im Sprechen
und Denken, langsam in seinen Reaktionen, misst die Zeit nach anderen
Maßstäben. Seine scheinbare "Behinderung" erweist
sich aber auch als Vorzug, und so wird in diesem Roman die Langsamkeit
zu einer Kunst, dem Rhythmus des Lebens Sinn zu verleihen. Eine Geschenk-Empfehlung
für befreundete "Aktionisten", die trotzdem noch Zeit
finden, zu lesen.
- Paul Hoeg, Der Plan von der Abschaffung des Dunkels,
Hanser-Verlag München-Wien 1995
Drei Waisenkinder versuchen, sich gegen das übermächtige
System der Schule zusammenzuschließen und hinter ihre "geheimen
Pläne" zu kommen. Eine Anklage gegen ein unmenschliches Schulsystem,
eine zarte Liebesgeschichte und sensible philosophische Betrachtungen
über die Zeit. Ein Roman, der aufrüttelnd und kreativ beunruhigend
wirken kann.
- Bodil Jönsson, Zeit - Wie man ein verlorenes Gut zurückgewinnt
Kiepenheuer&Witsch, Köln 2000 ISBN 3-462-02891-X
Die schwedische Autorin schildert in ihrem kleinen
Buch, ein Bestseller in Schweden, die Gedanken und Tricks, mit denen
sie selbst zu einem anderen Zeitverständnis gefunden hat. Sie beschreibt
aus eigener Erfahrung, was man tun kann, um die Zeit anzuhalten und
in einen anderen, menschengemäßeren Rhythmus zu kommen: Innehalten
und einmal "nichts" tun - so schwer es fällt.Ein sehr
persönliches, mit nahezu missionarischem Anspruch geschriebenes
Buch, voller Anstöße zum Umdenken beim eigenen Umgang mit
Zeit.

Verschiedene Zeitthemen
- Franz J. Schweifer
Zeit-Macht & Zeit-Ohnmacht von Top-Managerinnen & Top-Managern.
Über den Umgang mit Zeit in der Dialektik von Selbstermächtigung und Ohnmächtigkeit.
Eine interventionsforscherische Studie.
Fachverlag für wissenschaftliche Literatur Dr. Kovac, Hamburg 2011, 612 S., 98,00 €
ISBN 978-3-8300-5651-5
Details unter:
InfoFlyer zum Buch
Abstract
Das Interview im "Kurier"
- Carsten Alex
Auszeit als Chance.
Mit Sabatical der Karriere auf die Sprünge helfen
Signum Verlag
ISBN 3-85436-407-5
Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Welt - und damit jeden von uns - fest im Griff. Die Angst geht um und
uns allen ist deutlich geworden, dass es nur die Sicherheit gibt, dass es keine Sicherheit gibt. Wohl dem, der
in diesen Zeiten die Zuversicht und Hoffnung in sich trägt, die künftigen Herausforderungen bewältigen zu können.
Eine der wesentlichsten Voraussetzungen für eine solch positive Grundhaltung und Lebenseinstellung is eine gesunde
physische und psychische Konstitution. Und gerade diese elementaren Voraussetzungen gehen zunehmend mehr Menschen
in unserer Gesellschaft verloren ...
Das besondere Anliegen dieses Buches ist es, in diesem Gesamtkontext einen konstruktiven Beitrag zu leisten und
Menschen wie Organisationen dazu zu ermutigen, die durchaus vorhandenen Chancen wahrzunehmen und sie auch zur
Verbesserung der Lebensqualität jedes Einzelnen (des Individuums wie auch der Organisation) zu ergreifen und zu
nutzen. "Auszeit als Chance" geht ganz konkret auf eine dieser Chancen ein: Auszeit! Eine Auszeit stellt die
Chance für jeden Menschen dar, sich für einen begrenzten Zeitraum zurück zu ziehen. Die Chance, sich frei
verfügbare Zeit zu schenken, um zur Besinnung zu kommen. Zeit zu entdecken. Sich neu zu entdecken. Und die
Fähigkeit wiederzubeleben, die schönen Dinge des Lebens wahrzunehmen. Die Menschen, die sich bereits eine
Auszeit geschenkt haben, berichten fast alle durchweg positiv davon. Sie berichten über eine Zeit, in der
sie richtungsweisende Impulse und entscheidende Anregungen erhielten - aus sich heraus und von außen.Von zum
Teil ganz neuen, tief berührenden Lebenserfahrungen. Der Autor ist fest davon überzeugt, dass eine Auszeit
künftig zum festen Bestandteil einer Lebens- und Karriereplanung gehören wird.
Dieses Buch hat auch den Anspruch, Unternehmen und einflussreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in
Deutschland zu inspirieren, über den Wettbewerbsfaktor AUSZEIT für Unternehmen und Gesellschaft intensiver
nachzudenken. Wie muss ein Unternehmen, eine Gesellschaft künftig ausgestaltet sein, um im globalen Kontext
wettbewerbsfähig zu bleiben bzw. es mittelfristig zu werden?
- Olaf Georg Klein
Nachzeit
Taschenbuch, 170 Seiten, € 12,80
Pro Business Verlag, Berlin
ISBN: 978-3-86805-934-2
Beschreibung:
Der Reaktorunfall in Tschernobyl ereignete sich vor 25 Jahren – das Thema hat an Aktualität leider nichts verloren.
Die junge Frau war einhundert Kilometer entfernt, als sich eine – bis dahin unbekannte – Katastrophe in einem Kernkraftwerk
ereignete. Wurde sie dennoch radioaktiv verstrahlt? Und wenn, – welche Folgen hat das für sie? Erst nach und nach schafft
sie es, die Verharmlosungsstrategien der Verantwortlichen zu durchschauen und ihre eigene Selbsttäuschung zu überwinden.
In einem schmerzhaften Erkenntnisprozess gelingt es ihr, ihre eigenen Ängste und ihre Sprachlosigkeit zu besiegen.
Zum Autor:
Olaf Georg Klein lebt als freier Autor und Coach in Berlin. Buchveröffentlichungen: „Plötzlich war alles ganz anders –
Deutsche Lebenswege im Umbruch“, Kiepenheuer und Witsch, 1994; „Ihr könnt uns einfach nicht verstehen – Warum Ost- und
Westdeutsche aneinander vorbeireden“, Eichborn, 2001; „Zeit als Lebenskunst“, Wagenbach, 2007. Darüber hinaus veröffentlichte
er zahlreiche Artikel, Aufsätze und Essays. 1996 war er Gastprofessor in den USA, am Dickinson College, PA; er ist Mitglied
des deutschen P.E.N. und Lehrcoach des Deutschen Coaching Verbandes.
- Carsten Alex
Der Auszeiter.
Vom Management ins Leben - und zurück
Carsten Alex Verlag
ISBN-10: 3000213767
Der Auszeiter erzählt die Geschichte eines Managers, der sich seinen Wunsch erfüllt hat: Aussteigen, um wieder
Einzusteigen! Ohne Wenn und Aber hat er sich für eine zweijährige Auszeit entschieden und diese Zeit genutzt,
über sein Leben, seine Prioritäten und insbesondere über den Preis seiner ausgeprägten Karriere-Fixierung
nachzudenken. Während dieser Zeit schenkte er sich eine 20-monatige Weltreise durch Länder wie Indien, Nepal,
Bangladesch, China, Mongolei, Mexiko, Guatemala, Nicaragua oder Kolumbien und entdeckte durch die vielfältigen
Begegnungen mit fremden Kulturen und Menschen neue Werte im Leben. Um bewegende Erfahrungen reicher, kehrte
Carsten Alex neu motiviert ins Management der DaimlerChrysler AG zurück. Im Reisegepäck: ein deutlich veränderter
Blickwinkel und sehr konkrete Vorstellungen davon, was künftig wirklich erforderlich ist, um glücklich zu sein.
Sie erfahren in diesem Buch, welche neuen Perspektiven sich während einer Auszeit eröffnen können und erhalten
Antworten auf Fragen, die Sie sich wahrscheinlich schon lange nicht mehr gestellt haben. Eine Herausforderung der
besonderen Art: Für den Manager und den Auszeiter!
Leseproben unter
Leseprobe: www.derauszeiter.de/leseprobe.php
- Carsten Alex
Zeit zu entdecken
Carsten Alex Verlag
ISBN-10: 3-00-019487-8
In diesem Buch beschreibt Carsten Alex seine persönlichen Erfahrungen, die er während seiner 20-monatigen Weltreise
durch Länder wie u. a. Indien, Nepal, Bangladesch, China, Mongolei, Mexiko, Guatemala, Nicaragua und Kolumbien
gesammelt hat. Die Abenteuer und die darin beschriebenen vielfältigen Begegnungen mit fremden Kulturen und Menschen,
wie sie unterschiedlicher nicht sein können, sind erfrischend lebendig, spannend und schöpfen wunderbar aus dem
Erlebten.
Der Leser begleitet den Veränderungsprozess, der zu einer spürbar kritischeren Auseinandersetzung führt...
mit dem Leben im Allgemeinen und dem Für und Wider einer Karriere-Fixierung im Besonderen. Und eines zieht
sich wie ein roter Faden durch das Buch: die Frage nach den Grundsätzen und moralischen Werten eines grenzenlosen
Miteinanders.
Leseproben unter www.zeitzuentdecken.de/probe.php
- Konrad Paul Liessmann
Theorie der Unbildung
Die Irrtümer der Wissensgesellschaft
Paul Zsolnay Verlag, Wien 2006,
EUR 18,40 (A) / EUR 17,90 (D)
ISBN 3-552-05382-4
Kaum ein Tag, an dem die Medien nicht über Eliteuniversitäten, Schul- und Studienbedingungen, die angeblich mangelnde Qualität von Bildungsinstitutionen und unser ach so schlechtes Abschneiden von PISA berichten. Die Folge sind bildungspolitische Panikattacken, Bildungsforscher und Bildungspolitiker beschwören in endlosen Debatten den Wert des Wissens. Aber je mehr der Wert des Wissens beschworen wird, desto schneller verliert das Wissen an Wert. „Die Idee von Bildung, wie sie als Programm des Selbstformung des Menschen vom Neuhumanismus formuliert und vom Bildungsbürgertum so recht und schlecht gelebt wurde, hat aufgehört, Ziel und Maßstab für die zentralen Momente der Wissensproduktion , der Wissensvermittlung und der Wissensaneignung zu sein.“ Der Stand von Bildungspolitik erschöpft sich heute im Schielen auf Ranglisten. Rankings, die kaum jemand nach deren Entstehungsbedingungen zu hinterfragen wagt, fungieren als höchst wirksame Steuerungs- und Kontrollmaßnahmen, und die Gelder werden dorthin verlagert, wo man sich in Zukunft besser Ranglistenplätze erhofft. Die Diskussion dreht sich um Kennzahlen, Studienabschlüsse, Drop-out-Raten und wie es damit in den USA bestellt ist.
Was unter dem Titel Wissensgesellschaft propagiert wird, entlarvt Liessmann als rhetorische Geste. Die Epoche der Industrialisierung des Wissens, unterwirft Wissen unter die Parameter einer kapitalistischen Ökonomie, die dem Wissen nur dort freundlich gegenüber steht, wo dieses entweder unmittelbar verwertet oder zumindest kostenneutral nicht weiter ins Gewicht fällt. Es geht weniger um eine Idee von Bildung sondern um politische und ökonomische Interessen. Die Kapitalisierung des Geistes, so Liessmann, münde zwangsläufig in Unbildung.
Wie auch immer: Wer bei der großen Rateshow auf die Frage nach dem Autor des Satzes, der den Menschen zum Wolf des Menschen erklärte, zwischen Plautus, Hobbes, Schopenhauer und Freud richtig tippt, der wird Millionär!
- Marianne Gronemeyer
Simple Wahrheiten und warum ihnen nicht zu trauen ist
Gebundene Ausgabe: 208 Seiten, Primus Verlag, November 2006,
EUR 19,90 (D)
ISBN: 3896782940
Wenn man einem Menschen trauen kann, erübrigt sich ein Vertrag. Wenn man ihm nicht trauen kann, ist ein Vertrag nutzlos.
Jean Paul Getty
Alle Tage wird man mit den unterschiedlichsten Selbstverständlichkeiten und Patentlösungen, mit geradezu litaneihaft wiederholten „Richtigkeiten“ konfrontiert. Jeder kennt dergleichen Satzwahrheiten, die in den Medien tagtäglich zu lesen, zu hören, zu sehen sind: „Wachstum schafft Arbeitsplätze“, „Kinder brauchen Kindergärten“, „Mehr Schule erzeugt mehr Bildung“, „Erfolg gibt recht“, „Leistung braucht Konkurrenz“, „Vorbeugen ist besser als heilen“, „Vertrauen ist gut, Garantie ist besser“. Die Grundfrage, die dieses Buch immer wieder stellt, lautet: Und wenn es nun ganz anders ist? Kann man, sollte man derartigen „Wahrheiten“ nicht grundsätzlich misstrauen?
Marianne Gronemeyer stellt in ihrem engagiert geschriebenen Buch allgemein akzeptierte „Wahrheiten“ auf den Prüfstand, ihr Anliegen ist es, deren trügerischen oder sogar betrügerischen Kern offen zu legen. Es geht somit um die Umstülpung von Denkgewohnheiten und darum, die Grundannahmen, die unser politisches und persönliches Handeln leiten, zu erschüttern, ja geradezu auf den Kopf zu stellen: Wachstum vernichtet Arbeitsplätze. Schule macht Bildung knapp. Eine Gesellschaft, die für 100 Prozent ihrer Kinder Kindergartenplätze vorhält, ist kinderfeindlich usw.
- Helmut Friessner
Demokratie im Fadenkreuz.
Die Attacken der Weltwirtschaft auf die demokratische Ordnung
342 Seiten, Promedia Verlag, Wien 2006, EURO 21,90 (D,)
ISBN: 3853712622
Die ungeheuren Kräfte einer entfesselten Weltwirtschaft zerstören zunehmend die Fundamente der demokratischen Ordnung. Mit dem Nationalstaat verliert die bürgerliche parlamentarische Demokratie ihre „erste Adresse“. Die Verwalter von supranationalen Gebilden wie die Europäische Union entfernen sich systematisch vom Souverän und begeben sich mehr und mehr unter den wirtschaftlichen Verwertungszwang der großen Konzerne. Der Philosoph und Jurist Helmut Friessner stellt in seinem vorliegenden Buch Fragen nach den tieferen Ursachen der neoliberalen Entgleisung des westlich-liberalen Gesellschaftsmodells, die im System selbst grundgelegt scheinen.
Der Autor schließt damit an bestehende „Globalisierungskritik“ an und versucht darüber hinaus in einer umfassenden kulturphilosophischen Analyse einen Blick in die Geheimnisse des kapitalistischen Wirtschaftens und der damit untrennbar zusammen hängenden bürgerlichen Arbeits- und Lebensbestimmung zu werfen. Globalisierungskritik erweitert sich zu einer historisch fundierten Auseinandersetzung. In ihrem Zentrum wird die Genese jener aktuellen Entwicklung behandelt, deren unermessliche Einseitigkeit gerade dabei ist, jene Freiheit und Autonomie zu zerstören, die mit dem Versprechen kollektiver Selbstbestimmung in der historischen Form demokratischer Institutionen und Organisationen verbunden waren bzw. sind. Zahlreiche Beispiele aus dem Umfeld des Sozialstaats, der „Arbeitsdemokratie“ und der kommunalen Selbstverwaltung belegen diese These.
In einem Exkurs zum Thema werden die wichtigsten ideologischen und religiösen Grundlegungen des Kapitalismus aufgearbeitet. Den Kern dieses Abschnitts bilden Einsichten in die bürgerlichen Grundaxiome Privateigentum, Arbeit und Geld mit jeweils grundsätzlichen und aktuellen Bezügen. So werden die kolonial orientierte Doppelbödigkeit des anglo-amerikanischen Freiheits- und Eigentumsverständnisses ebenso beschrieben wie die aktuelle Veränderung des privaten Eigentumsschutzes in der Volksrepublik China, das Recht auf Faulheit sowohl aus der Sicht von Paul Lafargue als auch von Gerhard Schröder referiert oder die nach Aristoteles „allernaturwidrigste Logik des Zinses“ bis zur aktuellen Shareholder-Value-Mentalität heraufentwickelt.
- Andreas Exner, Judith Sauer, Pia Lichtblau, Nora Hangel, Veronika Schweiger, Stefan Schneider (hg.) – in Kooperation mit Attac.
Losarbeiten – Arbeitslos?
Globalisierungskritik und die Krise der Arbeitsgesellschaft
ISBN: 3-89771-443-4
Die Krise der Arbeitsgesellschaft äußert sich in Massenarbeitslosigkeit, Lohnrückgängen und der allmählichen Auflösung des Normalarbeitsverhältnisses. Diese Entwicklungen scheinen nicht nur die Finanzierbarkeit des Sozialstaats, sondern den sozialen Zusammenhalt überhaupt in Frage zu stellen. Können Arbeit und die auf ihr beruhenden sozialen Beziehungen noch eine Perspektive für gesellschaftlichen Fortschritt bieten, oder sind sie selbst in eine fundamentale Krise geraten? Wie lassen sich die unterschiedlichen Sichtweisen von Arbeit und Krise, von Emanzipation und sozialer Bewegung zueinander in Beziehung setzen? Für viele hat die globalisierungskritische Bewegung einen Einstieg in den Widerstand gegen den neoliberalen Kapitalismus geboten. Wo aber liegen die Entwicklungspotenziale der Globalisierungskritik, wenn es darum geht, einen Ausweg aus dem sozialen Zerfallsprozess und der fortschreitenden Verschärfung der Konkurrenz zu finden?
Die Autorinnen und Autoren stellen ihre Sicht auf diese Fragen dar und skizzieren Lösungsperspektiven. Der Band versammelt ein breites Spektrum an emanzipatorischen Positionen, die von Keynesianismus und alternativer Gewerkschaftspolitik bis hin zu radikaler Gesellschaftskritik reichen.
„Eine wesentliche Stärke des Sammelbands liegt darin, die Krise der Arbeitsgesellschaft aus unterschiedlichen Blickrichtungen und normativen Zugängen zu beleuchten und diese auch konkret zu benennen. Die Kapitel-Editoriale, die einen Überblick über die einzelnen Beiträge geben, erweisen sich als ausgezeichnete Orientierungshilfe.“ Monika Feigl-Heihs, wien.direkt 4/05
Aus dem Inhalt:
Arbeitsgesellschaft in der Krise
Michael Heinrich: Krise der Arbeitsgesellschaft – Krise des Kapitalismus?
Christa Wichterich: Zur Demokratisierung von Arbeitsteilung und Arbeitsbewertung
Markus Marterbauer:Ansatzpunkte für eine emanzipatorische Beschäftigungspolitik
Christoph Görg: Umbau des Sozialstaats: Sachzwang oder neoliberale Strategie?
Der Krisenalltag: Leiden als ›Chance‹?
Lisbeth N. Trallori: Armut durch Arbeit
Gabriele Michalitsch: Welcher Teil welcher Zeit, welcher Arbeit? Teilzeitarbeit im Kontext neoliberaler Transformation
Gerlinde Malli: Alltagsbefindlichkeiten
Karl Reitter: Vom Fordismus zum Postfordismus. Formen der Arbeit und soziale Organisation
John Holloway: Zwei Risse
Marianne Gronemeyer: Wenn uns die Arbeit ausgeht…
Was zu tun ist
Klaudia Paiha: Arbeit versus Leben?
Alfred Fresin: Ist die marktwirtschaftliche Arbeitswelt reformierbar? Plädoyer für eine bedürfnisorientierte Versorgungswirtschaft
Ernst Lohoff: After Work
Stefan Meretz & Ulrich Weiß: Verwertung oder Leben
Kai Ehlers: Aus der Not eine Tugend machen. Exemplarische Entwicklungsimpulse aus der
russischen Welt jenseits des Kapitalismus
Globalisierungskritik in Reflexion
Alexandra Weiss: Globalisierungskritik und feministische Politik. Oder: Geschlecht, die vergessene Kategorie der Globalisierungskritik
Ulrich Brand & Markus Wissen: Spektren, Ambivalenzen und Herausforderungen der Globalisierungskritik
Werner Rätz & Thomas Seibert: Fünfzehn Thesen zur vorläufigen Beantwortung der Frage, wie man in nahezu aussichtsloser Lage wenigstens eine andere Richtung einschlägt
Andreas Exner: Ausleitung
- Joachim Koch:
Megaphilosophie.
Das Freiheitsversprechen der Ökonomie
Steidl Verlag, Göttingen 2002, 448 S.; 12,00 EUR, ISBN 3-88243-895-9
Originalausgabe: Weder-Noch. Das Freiheitsversprechen der Ökonomie. Büchergilde-Gutenberg, Frankfurt/M., Wien, Zürich 2001, 448 S.; 22,90 EUR
Joachim Koch veröffentlichte mit dieser Schrift ein Buch, das ich als Standardwerk für die Weiterbildung in den sogenannten Menschenwissenschaften (Philosophie, Soziologie, Psychologie, Pädagogik usw.) einstufe. Um den Grundton von Kochs Buch zu umschreiben, sei einmal mit Rousseau gesprochen: “Wenn es die Vernunft ist, die das Buch macht, so ist es auch die Empfindung, die uns leitet ...
Schon seit Urzeiten wurde daran gedacht, „die Lehre vom richtigen Leben“ zu finden (und dies wäre ein Aspekt, um den Begriff „Megaphilosophie“ zu füllen). Koch stellt nun fest, dass sich solche Megaphilosophien verändert haben. Zunächst war die Kirche wichtig, dann war der Staat von Bedeutung, aber schließlich wurde in der Neuzeit die Ökonomie zum prägenden Faktor. Bezogen auf das individuelle Leben gibt Koch zu verstehen, dass diese Entwicklung vom Elternhaus über die Ausbildung zum Berufsmenschen erlebt werden kann und die Megaphilosophie sich dann eigentlich aus dem Alltag mit seinen verschiedenen Gesichtspunkten ergeben könnte. Kochs Antwort auf die Frage nach den Trägern der Megaphilosophie ist damit konsequent: weder Mönchtum, Beamtentum noch Unternehmertum sind in der heutigen Zeit Garanten für ein menschenwürdiges Leben, sondern jede einzelne
Person ist gefordert. Dies setzt voraus, dass eine Person sich eben auch einmal Zeit zum Nachdenken, Innehalten, Warten gönnt.
Eine Herausforderung von Koch ist seine Darstellung über das Aufkommen neuzeitlicher Megaphilosophie mit Kierkegaard, Marx und Nietzsche, d.h. es ist etwas ganz Besonderes angesprochen, nämlich – das Problem des Miteinanders. Kierkegaard kehrte zum Glauben zurück, Marx sah in einer Vision die Lösung und Nietzsche projizierte sich in eine Zukunft. Koch erkennt, dass sich die Ökonomie vor solch wichtigen Themen nicht verschloss und so findet sich dann auch eine Verknüpfung zur Religion in den Texten wieder, die Idee einer guten Gesellschaft zeigt sich in der kooperativen Identität, und die Bedeutung des Morgen wird vor allem mit der Werbung aufgegriffen. Der Markt gestaltete im Alltag langsam die Dämmerung einer Wirklichkeit. Die so gestalteten Lehren entwickelten sich im Laufe der Zeit von der Nächstenliebe über die Vernunftliebe zur Produktliebe und dabei entstehen nicht nur positive Phänomene.
Ist diese Darstellung der Entwicklungen der Megaphilosophien schon bedeutend genug, so gelingt Joachim Koch aber noch mehr. Er liefert eine beachtliche Grundlage für die Theorie der Mimesis (über die schöpferische Arbeit) und erweitert die Theorie der Symbole über den Begriff „Marke“. Zum Schluss sei angemerkt, dass Megaphilosophie u.a. lehrt, sowohl Glaube als auch Vernunft nicht einfach mit der Ökonomie über Bord zu werfen, um schließlich in einer
virtuellen Welt dem Leben den Garaus zu machen.
Email:
philosophers-today@onlinehome.de
Web:
www.philosophers-today.com
- Rudolf Hanschitz,
Marketing und Werbung
Ritualisierung und Inszenierung der Lebenswelt
Turia + Kant Verlag, 2004, S. 355, ca. 30 €, ISBN 3-85132-386-6
Was meint die Zeitpresse zu diesem Buch? Auf jeden Fall soll man dieses Buch nicht schnell lesen, aber das ist ohnehin nicht möglich, denn der Autor fordert einiges vom Leser ab, um anspruchsvolle Passagen zu überwinden. Andererseits muss man sich fragen, was haben Marketing und Werbung mit dem Thema der Zeit und der Zeitlichkeit zu tun. Etwa, dass für Uhrmarken geworben wird oder für Museen, die Zeit in materialisierter Gestalt aufbewahren und vieles andere mehr dergleichen. Gewiss, das aber ist nur am Rande Thema des Buches. Vielmehr stellt sich die Problematik der Zeit und der Zeitlichkeit anhand der individuellen und kollektiven Eigenzeit. Marketing und Werbung, so der Autor, richten ein Zwischenreich ein, das weder von dieser Welt noch von ihr entfernt ist. Dort oder hier ist alles an Lebensmodellen interessiert, die real nur wenigen zukommen, aber, die Wenigen sind jene, die eben Zeit und Muße haben, den Trends und Hypes der Zeit zu entsprechen. Das vordergründige daran ist, positiv gesagt, mit der Zeit zu gehen, was niemandem schadet, negativ formuliert aber, sind wir genauso wie die Artefakte, die wir schaffen, Produkt und eben nur Produkt derjenigen Zeit, in welcher wir Leben; darum gilt für die Gegenwart: Bevor noch ein Gedanke an das eigene Selbst entsteht, werden durch Marketing und Werbung Angebote gemacht, die das Problem der individuellen und kollektiven Eigenzeit in „Welt- oder Überzeit“ gleichschalten. Auch das ist noch nicht der letzte Schluss, den man in Bezug auf die Zeit und die Zeitlichkeit ziehen kann, folgt man den Argumentationen. Was ihm gelingt, ist die Vielfalt der Strategien von Marketing und Werbung, durch kritisch-reflexive Betrachtungen und aus eigenem Erfahrungskontext, aus der Gegenwart in die „Überzeit“, eben jenes Zwischenreich argumentativ durch sieben Leitthesen zu entfalten. Er zeigt auf, dass trotz der Hast ständig sich abwechselnder Moden und Stile, angeregt durch Marketing und Werbung, Werte und Wertwelten mitformuliert werden, an die wir uns halten und durch die wir in unserer Eigenzeit bestimmt werden:
„Sie (ewige Werte) haften sich an die Vergänglichkeit der reellen und ideellen Güter des täglichen Bedarfs wie Kaugummi an Schuhabsätze – sie sind der soziale Kitt, der die Produkte mit der Wunschwelt jedes Einzelnen verbindet. Der Schein der Ewigkeit – weil der Wechsel, der den Produkten und Dienstleistungen unterstellt wird, selbst ewig ist – wird konterkariert mit dem absolut Gegenwärtigen, dem Neuen, in dem sich stets das Alte verbirgt. Daraus entstehen die auf die Zeitlichkeit bezogenen Praktiken, die ihrerseits die Dynamik des Entstehens und des im Entstehen bereits wieder Dementierens erzeugen. Marketing und Werbung repräsentieren nun den zwanglosen Zwang der erzwungenen Zwanglosigkeit, dass die selbstgesetzten Postulate der Moderne, dem Selbstbegründungsprogramm des Menschen gemäß, mit dem Rekurs auf eine ebenso gültige und gewährende Letztversicherung, doch noch sequentiell eingelöst werden könnten. Dem entspricht auch ein zutiefst menschliches Bedürfnis, oder anders gefasst: ein Begehren, das sich im „Mitsein mit anderen“ ausdrückt, das die Frage der Identität eines jeden für sich, für sich unter anderen und einer Identität einer jeden Gruppe oder Gemeinschaft mit einschließt. In einer Welt, die durch Konkurrenz und ständigen Verweis auf andere mögliche Lebensformen keine letzte Sicherheit und keinen letzten Bezugspunkt hat und auch nicht haben kann, wird das Begehren danach wach und kann als Bedürfnisproduktion institutionalisiert werden. Gerade der zwanglose Zwang der Vieldeutigkeit lässt das Bedürfnis nach Eindeutigkeit und Orientierung entstehen.“ (S. 45)
Der zwanglose Zwang aber gilt nicht ausschließlich für uns Konsumenten, um uns zu orientieren, er gilt auch für die Unternehmen, die durch Marketing und Werbung nicht nur unsere Wünsche und Bedürfnisse beeinflussen, sondern darüber hinaus gestaltend in die Lebenswelt eingreifen; und das müssen sie tun, nicht nur um mit ihren Produkten, sondern vielmehr mit ihren selbst geschaffenen Werten am Markt der Meinungen, der Bedürfnisse und der Wünsche konkurrenzfähig zu sein und zu bestehen.
Leserinnen und Leser werden durch die sinn- und geistreichen Reflexionen wenig Beruhigendes finden, dafür aber viel Anregendes im Sinne unserer Zeit. Apropos Marketing und Werbung, unser Verein zur Verzögerung der Zeit verdankt sein überzeitliches und überweltliches Logo dem Autor des Buches Marketing und Werbung. Ritualisierung und Inszenierung der Lebenswelt. Für uns hat er das gut gemacht. Resümee: absolut lesenswert!
- Harald Weinrich:
Knappe Zeit
Kunst und Ökonomie des befristeten Lebens
Verlag C.H. Beck, 3., überarbeitete Aufl., 2005. 272 S.,
Euro 22.90, ISBN 3-406-51660-2.
Knappe Fristen die, auf den Tag und die Stunde genau beachtet werden müssen, sind eine ernsthafte Sache. Sie können einem Menschen, dem sie unglücklich gesetzt sind, an die Nieren gehen und in die Knochen fahren. Denn was geschieht, wenn eine solche Frist nicht einzuhalten ist? Kann noch einmal ein Aufschub erwartet werden, der aus eigener Kraft oder durch fremde Hilfe Rettung bringt? Oder ist dies schon eine verlängerte und nun unwiderruflich letzte Frist gewesen, nach der die Zeit endgültig abgelaufen ist?
Was ein solcher Fristendruck mit seinen unwägbaren Risiken für einen Menschen bedeuten mag, ist mit abstrakten Begriffen kaum hinlänglich zu beschreiben. Hier kann zuverlässig nur das Erzählen Auskunft geben, mag es nun aus realen oder aus fiktionalen Quellen geschöpft sein. So findet man in der Literatur nicht wenige Geschichten, in denen die knappe Zeit unter extremen Bedingungen, nämlich am Rande des Todes, dargestellt wird. Auf tröstliche Weise tritt dabei oft auch die paradoxe Tatsache ans Licht, dass von eben diesem Erzählen, das überhaupt erst eine intime Wahrnehmung von Fristennot und Fristentücke ermöglicht, zugleich auch eine Rettung aus höchsten Fristengefahren ausgehen kann.
Die elf Kapitel des Buches bieten einerseits eine Kulturgeschichte aus den Beständen der Wahrnehmung von knapper Zeit; anderseits unterscheiden sie dabei verschiedene Formen und Bedeutungen jener Aufmerksamkeit. Von kurzen und kürzesten Fristen schreibt Weinrich und vom Drama der knappen Zeit, vom Verhältnis zwischen Endlichkeit und Unendlichkeit, von Planung und Termin, von Gnadenfristen, von Ehrenfristen, von Rechtsfristen oder – wie bei Shakespeare oder in den Märchen von „Tausendundeiner Nacht“ – von Todesfristen, die – für einmal noch – abgewendet wurden. So viel Kenntnis und Vermittlung könnte uns gejagten Menschen der Moderne die Besänftigung näher bringen, dass der Blick in den Spiegel der eigenen Lebenszeit quer durch alle Epochen etwas Beunruhigendes hat. Platon hatte der Philosophie bekanntlich aufgetragen, sie möge dem Leben das Sterben lehren, und Heidegger nahm ihn so sehr beim Wort, dass er das Dasein – als Da-sein – geradezu als die Bewegung zum Tode dramatisierte: für alle, die sich nicht an die Oberflächen klebten, sondern in die Tiefen der Existenz hineinbohrten. Weinrich hält es hier mehr mit einer Mischung aus Gelassenheit und Skepsis. Denn mit Hans Blumenberg bemerkt er zwar – für die Moderne – das fortlaufend stärker auseinander klaffende Verhältnis von Lebenszeit und Weltzeit. Immer mehr Neues gebiert die Welt, ohne dass es den Menschen angemessen vergönnt wäre, durch Lebensverlängerung damit Schritt zu halten. Aber mit Odo Marquard weiß er auch, wie befreiend es sein mag, einmal abtreten zu dürfen, ohne dies Neue ins Endlose weiterzutürmen – genug ist genug. Der Mensch ist, wie Blumenberg es definiert, das einzige Wesen „mit endlicher Lebenszeit aber unendlichen Wünschen“, und hoffentlich dürfen wir im richtigen Augenblick auch die dritte der Parzen willkommen heißen, denn Atropos, zu Deutsch die Unabwendbare, schneidet dann den Faden durch.
Harald Weinrichs brillante Kulturgeschichte gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Antworten auf die Frage der Zeitknappheit: aus der Mythologie (Die Zeit frisst ihre Kinder) und der Geschichte (Caesarische Kürze), aus der Philosophie (Seneca: Das Menschenleben ist „lang genug“) und der Theologie (Jesus: „Nur noch eine kleine Weile“), aus der Medizin (Hippokrates: „Kurz ist das Leben, lang die Kunst“) und der Moralistik (Jean Paul: „Für das Begreifen ist keine Kürze zu kurz“), aus der Ökonomie (Benjamin Franklin: „Zeit ist Geld“) und der Politik (Sultan Saladin: „Lass uns zur Sache kommen!“), aus der Literatur (Goethe/Faust „Werd ich zum Augenblicke sagen“) und schließlich aus einem erfolgreichen Film (Lola rennt). Am strengsten verknappt ist die Zeit in Gestalt der Frist. Deren vielfach sperrige Erscheinungsformen im Alltag (Terminkalender) ebenso wie im Rechtswesen (Fristenlösung) und in der Verwaltung („frist- und ordnungsgemäß“) werden in einem zentralen Kapitel kritisch analysiert, in einem weiteren Kapitel an vierzehn literarischen Exempeln mit knappen und nicht immer tief ernsthaften Worten zur Betrachtung ausgebreitet. Wie knapp auch immer die Zeit der Leserin/des Lesers bemessen sein mag, für Harald Weinrichs brillante Kulturgeschichte des befristeten Lebens sollte sie/er sich – zu ihrem/seinem eigenen Vergnügen – genügend Zeit lassen.
- Global Marshall Plan Initiative (Hrsg.):
Welt in Balance
Zukunftschance Ökosoziale Marktwirtschaft
ISBN: 3-9809723-1-3, Einzelpreis:10 €
Ende November ist auch das Buch zur Konferenz vom 15. Oktober 2004 in Wien „Zukunftschance Global Marshall Plan und Ökosoziale Marktwirtschaft“ erschienen, mit den Reden gehalten in Wien im Haus der Industrie von HRH Prinz El Hassan bin Talal von Jordanien, Bundespräsident Heinz Fischer, Franz Josef Radermacher, Josef Riegler, Ernst Ulrich von Weizsäcker, Anders Wijkman, Horst Groß, Peter Heintel et al. zur Global Marshall Plan Initiative. Der Band enthält Hintergrundinformationen zur Global Marshall Plan Initiative und dem Friulanischen Manifest.
Der Band wird abgerundet durch weitere Texte zur Global Marshall Plan Initiative, z.B. „Global Marshall Plan - Mit einem Planetary Contract für eine Ökosoziale Marktwirtschaft weltweit Frieden, Freiheit und nachhaltigen Wohlstand ermöglichen“.
Bereichern Sie das Konzept mit Ihrem Feedback.
Unterstützen Sie die Initiative – für eine bessere Welt. Ihre Ideen und Anregungen sind uns immer willkommen.
Zum Vorgehen der Initiative:
info@globalmarshallplan.org
zur Website:
webmaster@globalmarshallplan.org
- Olaf Georg Klein, Ihr könnt uns einfach nicht verstehen
Eichborn, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-8218-3902-3
Immer wieder hört man, zu Missverständnissen in der zwischenmenschlichen Kommunikation käme es nur deshalb, weil keine "gemeinsame Sprache" gefunden werde.
Olaf Georg Klein stellt in seinem neuen Buch eindrucksvoll dar, dass die gemeinsame Sprache in grundsätzlichen Dingen wie Gesprächsbeginn, Entscheidungen oder Problemlösungen nicht ausreicht,
wenn nicht auch die Bedeutungen der verbalen und nonverbalen Kommunikation gemeinsame sind.
So gibt es nach wie vor sprachliche Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschen, die fundamental Richtung und Ausgang von Gesprächen beeinflussen.
- Franz Josef Radermacher, Solvig Wehsener,
The Globalization Saga
Musical in 3 Akten,Copyright FAW Ulm 2003
In der heutigen Welt verbrauchen 20% der Menschen 80% der Ressourcen und erzeugen 80% der Umweltbelastung. Die Welt ist dabei hinsichtlich dieser Belastungen vielfach schon am Rande dessen angelangt, was sie aushält.
Das Musical ist als ein Element im Kontext des Ringens um einen Balanced Way zu sehen. Hierzu wird in dramatischer Form das Ringen verschiedener Kräfte um die Zukunft der Welt und ihrer Ordnung beschrieben.
VHS-Musikvideo, CD und weitere Informationen unter:
www.faw.uni-ulm.de
- Herbert Pietschmann, Eiris & Eirene,
Ibera Verlag, ISBN 3-85052-131-1, 2002
Konflikte gehören zum Leben, Widersprüche sind seine Würze.
Ob sie aber fruchtbar oder destruktiv werden, hängt davon ab, wie wir mit ihnen umgehen. Immer mehr Widersprüche entziehen sich dem Entweder-Oder-Denken. Während wir abendländische Menschen seit Aristoteles und seiner Logik sehr erfolgreich mit „klassischen“ Konflikten umgehen können, finden wir uns meist hilflos, wenn Meinungen aufeinanderprallen, die beide viel Wahres enthalten. Und Widersprüche wollen wir – getreu der Forderung unserer Logik – eliminieren, weil wir sie für Fehler halten. Oft können aber gerade Widersprüche Quelle einer Entwicklung zu etwas völlig Neuem werden.
Das erste Beispiel des Buches ist der Widerspruch von Toleranz und Auseinandersetzung, an welchem das „H-Modell“ entwickelt wird, das zeigt, wie wir mit solchen Konflikten und Widersprüchen umzugehen lernen können. Es ist eine einfache Darstellung der Platonischen Dialektik, angepasst an die Bedürfnisse des 21. Jahrhunderts.
Den zweiten Teil des Buches bezeichnet Pietschmann als eine „Vorratskammer“ für Konflikte und Widersprüche, die je nach Bedarf ihre Anwendung finden. Hat man den ersten Teil gelesen, kommt man mit jedem einzelnen Kapitel des zweiten Teils zurecht, auch ohne die anderen gelesen zu haben.
Am Ende des Buches versucht der Autor zu zeigen, in welcher Form dialektisches Denken fundamentale Aspekte menschlichen Zusammenlebens befruchten kann.
Den Vortrag von Herbert Pietschmann, die „drei Teile“ der Zeit in der Gegenwart, haben Teilnehmer/innen des Symposiums „Zeit und Qualität“ im Jahr 1999 in Zell am See sicher noch in guter Erinnerung. Auch den aufmerksamen Zuhörer/innen der Zeitgespräche in Klagenfurt kommen seine auf Sokrates beruhende H-Methode und die HX-Verwirrung sofort wieder ins Gedächtnis – oder ist es doch schon zu lange her? Wenn Sie also nicht mehr genau wissen, was war, und es gerne wissen möchten, Pietschmanns Buch „Eiris & Eirene“, in sehr verständlicher und humorvoller Weise geschrieben – was anderes hätten wir von ihm auch nicht erwartet – wird die Gedankenlücke sicher schließen, oder sind Sie anderer Meinung?
http://mailbox.univie.ac.at/Herbert.Pietschmann/
- Friederun Pleterski, Vom natürlichen Umgang mit der Zeit,
Verlag Brandstätter ISBN 3-85447-869-0
Die Autorin hat in Ruhe über Zeit nachgedacht.
Die Ergebnisse ihrer Reflexionen und ihrer Gespräche mit Lebens(zeit)künstlern
und Gestressten, die Findigkeit ihres Sammelns guter Tipps kommen nun
dem Leser zugute: Wie können wir der verfliegenden Zeit besser
begegnen? Wo liegen die Fußangeln vorgeschriebener Zeitzwänge?
Wie können wir lernen, bei kleinsten nebensächlichsten Tätigkeiten
Ruhe zu bewahren?
Eine Geschenk-Empfehlung für Menschen, die Sie auf eine Zeitreise
schicken wollen, auf der sie den natürlichen Umgang mit Zeit entdecken
können.
- Ulrich Mückenberger, Zeiten der Stadt - Reflexionen und Materialien
zu einem neuen gesellschaftlichen Gestaltungsfeld, Edition Temmen,
Bremen, 2. erweiterte Auflage 2000, ISBN 3-86108-731-6
Wer sich für die Organisation der Abläufe
in einer Gemeinde interessiert, hat hier eine wahre Fundgrube von Materialien
und Anregungen vor sich. Dass die urbanen Zeitabläufe und deren
(gute oder schlechte) Organisation sehr viel mit der Lebensqualität
und dem Wohlbefinden der in der Stadt lebenden Menschen zu tun hat,
wird theoretisch von keinem mehr angezweifelt. Praktisch aber fehlen
die Ansätze und Konzepte. Der Autor arbeitet mit an Konzepten zur
Veränderung kommunaler Zeitorganisation in verschiedenen Städten
und gibt damit praktische Antworten auf die Frage: Was ist bei aller
Bedeutung des Raumes, der Infrastruktur und das Geldes so wichtig an
der Zeit?
Wer in einer Gemeinde politisch verantwortlich
fühlt und zur Verbesserung der Lebensqualität den Faktor Zeit
berücksichtigen will, findet hier die fundierten Ideen und Handlungsansätze.
Ratgeber zum Zeitmanagement
Ratgeberliteratur zum besseren Zeitmanagement wird in dieser Liste
bewusst nicht angegeben, nicht nur, weil sie am leichtesten zu finden,
am meisten gelesen wird und am wenigsten im individuellen Zeiterleben
verändert.
Bei Überforderung durch Komplexität scheint es einen automatischen
Mechanismus zur Vereinfachung zu geben, schon aus Angst, in diesem "Chaos"
gar nicht mehr durchzublicken. Man betrachtet die Zeit als einfache Aneinanderreihung
von Tätigkeiten und Ereignissen. Hilfreich für diese vereinfachte
Denkweise sind dabei u.a. Kalendersysteme, die die Zeit linearisieren,
und Ratgeber für das bessere Zeitmanagement.
Da es für jedes komplexe Problem eine einfache Lösung gibt,
diese aber meist die falsche ist, findet sich hier keine Ratgeberliteratur.
Eine Alternative bietet hier die folgende Schrift:
Elmar Hatzelmann/ Martin Held,
Zeitkompetenz: Die Zeit für sich gewinnen
Beltz Verlag 2005, 240 Seiten, Euro 29,90, ISBN 3-407-36410-5
Wie können wir gut mit unserer Zeit umgehen? Diese oft diskutierte Frage geht fast immer von Zeitproblemen aus. Mit den unterschiedlichsten Methoden wird versucht Abhilfe zu schaffen und die Zeit zu kontrollieren. Zeitkontrolle – ist das die Lösung?
Der Tutzinger Ansatz zur Zeitkompetenz geht von der Zeitenvielfalt aus und ist für den Zeitwohlstand im doppelten Sinne maßgebend, denn eine bessere Zeitkompetenz hilft uns, den täglichen Anforderungen besser gewachsen zu sein. Zeitkompetenz ist die Voraussetzung für den souveränen Umgang mit unterschiedlichen Zeiten, das Erkennen der Rhythmen – das Wechselspiel zwischen Muße und Aktivität – und um den Wert von Zeitqualitäten erfahren und schätzen zu können.
Begriffe wie Hetze, Zeitverdichtung und Zeitdruck treffen die Grundstimmung vieler Menschen. Oft haben wir das Gefühl, nicht mit der Zeit Schritt halten zu können. Methoden der Zeitplanung helfen zwar effizienter mit Zeit umzugehen, haben oft aber noch mehr Zeitdruck zur Folge.
Der Tutzinger Ansatz zur Zeitkompetenz will dagegen ein Verständnis für die Vielfalt der Zeiten entwickeln. In vielen Übungen können die unterschiedlichen Zugänge ausprobiert werden. Den erfahrenen Autoren gelingt eine gute Mischung aus Theorie und Praxis. Über 40 Übungen, zahlreiche Abbildungen, viele Beispiele und Geschichten vermitteln Zeitkompetenz auf anschauliche Weise. So ist das Buch für Zeitliebhaber und solche – die noch werden wollen – gleichermaßen interessant wie für Pädagogen und Trainer.
Inhaltlich stehen die Themen Uhrenzeit, Rhythmus, Geschwindigkeit, Eigenzeiten, Timing und Zeitvielfalt im Mittelpunkt, die für einen kompetenten Umgang mit Zeiten und Zeitwohlstand aufbereitet werden.
Die Illustrationen des bekannten Karikaturisten Erik Liebermann beleuchten humorvoll und hintergründig das Thema Zeit und machen das Buch zu einem echten Leseerlebnis.
Dr. Elmar Hatzelmann, Jahrgang 1956, abgeschlossenes Studium in Deutsch, Geschichte, Musik (Lehramt), Pädagogigk, Psychologie, Politische Wissenschaften (M.A.) und Wirtschaftswissenschaften (Dipl. oec.univ). Promotion in Wirtschaftspsychologie über Umgang mit Belastungen bei Industriearbeitern (Drehern, Monteuren).
Von 1985-1987 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Augsburg und 3 Jahre Akademischer Rat a.Z. an der Universität Eichstätt. Ab 1987 Ausbildung zum NLP-Lehrtrainer und zum Feldenkrais-Lehrer. Seit 1990 freiberuflicher Trainer mit den Themenschwerpunkten Zeitmanagement, effektive Arbeitsorganisation, Kommunikation und Teamorganisation.
Publikationen über Zeitkompetenz, Stressmanagement, Burnout, Bildschirmarbeit und mentales Training für Sportler.
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